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Aktienanalyse: MOWI ASA

  • Sektor: Konsumgüter, antizyklisch

  • Ausrichtung: Defensiv

  • Stärken: globale Wertschöpfungsketten, Dividendenrendite, "gesunde Ernährung" ist ein Trendthema

  • Schwächen: kleine Cashflowreserven für ao. CAPEX; Auswirkung des Klimawandels auf die Produktion unsicher

  • Meine Bewertung: 7 von 10 Lachsfilets


#MOWI ASA ist einer der größten Lachsproduzenten der Welt mit Sitz in Norwegen. Mowi kann auf eine voll integrierte Wertschöpfungskette zurückgreifen und bildet von der Aufzucht, Fütterung und weiteren Verarbeitung alle Schritte ab. Das Unternehmen teilt sich in drei Sektoren: „Feed“,  „Farming“, „Consumer Products“. Die Produktion ist weltweit verteilt. Die größten Produktionsstätten befinden sich in Norwegen, Schottland und Chile. Mowi hat die Einführung einer Eigenmarke gestartet, mit dem Ziel, den Markennamen bekannter zu machen und Produkte mit einer höheren Profitabilität vertreiben zu können. Für mich klingt das nach einem vielversprechendem Projekt, das im Laufe des Jahres in großen Märkten wie Frankreich und USA ausgerollt wird.


GuV/Bilanz


Die produzierten Mengen und Umsätze sind in den letzten Jahren konstant gestiegen und liegen 2019 bei EUR 4,1 Mrd. Das EBIT ist jedoch von EUR 925,4 Mio. auf EUR 617 Mio. gefallen. Das kann hauptsächlich auf schwache Lachspreise vor allem im 2HJ/2019 und Probleme mit der Zucht (Schädlingsbefall) in Kanada  zurückgeführt werden. Der  operative Cashflow von EUR 759 Mio. ist stark und hat sich im Vorjahresvergleich wieder erhöht. Betrachtet man jedoch die Dividendenzahlungen (rund EUR 134 Mio/Quartal) und die CAPEX, dann ist der Cashflow gerade so OK, um diese Auszahlungen zu decken. Eine große Reserve gibt es nicht, und das sehe ich bei Firmen prinzipiell kritisch. Hier ist es jedoch noch keine Red Flag, auch wenn man bedenkt, dass die CAPEX im Jahr 2020 wieder etwas zurückgefahren werden sollen.


Die Eigenkapitalquote beträgt knapp 49%, was ein guter Wert ist. Das Unternehmen ist nicht stark geleveraged, liegt aber beim  Net Interest Bearing Debt mit EUR 1.465 Mio. etwas über dem eigenen Zielwert von EUR 1.400. Mowi refinanziert sich zum größten Teil über eine syndizierte Banklinie über EUR 1.406 die noch eine Restlaufzeit bis 06/2022 hat.


Im Jänner 2020 hat Mowi seinen ersten Greenbond emittiert, was die Fundingbasis weiter verbreitet. Ich sehe das auch positiv und als Committment  zur Nachhaltigkeit, da Green Bonds eine Zweckwidmung für geeignete Projekte haben (die die Firma eigenständig bestimmen kann), aber es gibt auch ein Reporting an die Investoren, mit dem die Projekte getrackt werden können. Man sieht, ESG wird immer wichtiger, gerade in einer sensiblen Branche wie der Lebensmittlerherstellung.


Meine Meinung


Ein stabiles Unternehmen, mit einer hohen Dividendenrendite aber nicht gerade überragenden Cashflows.  Ein Unsicherheitsfaktor, der die Stabilität des Unternehmens gefährdend kann, ist sicher der Klimawandel. Im letzten Quartalsbericht hat die Firma angemerkt, dass vor allem die Lachsproduktion in Kanada massiv von negativen Umwelteinflüssen betroffen war, was zu Ernteausfällen geführt hat. In Chile hatte die Lachspopulation mit Schädlingen zu kämpfen. Hier stellt sich die Frage, wie sich ein weiterer Anstieg der Meerestemperaturen auf die Produktion auswirkt. Darüber habe ich aber leider keine genauen Informationen gefunden.

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